Wie sie ihre guten Vorsätze auch erreichen

Na, wie steht’s 5 Tage nach Jahresbeginn? Um die guten Vorsätze. Nicht mehr nachts im Kühlschrank an die Schokolade zu gehen? Das Handy für ein paar Stunden am Tag abzuschalten? Dem täglichen Sport? Den regelmässigen Pausen, die du dir sogar im Kalender eingetragen hast?

Es sind ja erst 5 Tage rum, aber ich wette, viele schwächeln schon. Macht euch nichts draus: ihr seid in guter Gesellschaft. Laut statista.de brechen 4 von 5 Menschen irgendwann ihre guten Vorsätze – auch wenn es immerhin 27% schaffen, länger als zwei Monate durchzuhalten.

Bereit für einen kleinen Booster in Sachen: Was kann ich machen, um durchzuhalten?

  1. Realitätscheck: Überprüft doch mal eure guten Vorsätze, ob sie mehr sind als klar und messbar formulierte Ziele. Was ich immer wieder erlebe mit meinen Kund/innen, sind unrealistische Ziele. Gut gemeint für dich selbst ist es sicher, wenn du dir rigoros vornimmst, auf keinen Fall mehr an die Schoggi im Kühlschrank zu gehen oder das Handy tagsüber für 5 Stunden auf Flugmodus zu stellen. Für Schoggiholics ein viel zu hoch gestecktes Ziel. Und derjenige, der bisher mit seinem Handy zusammengewachsen war, wird seinen Entzugserscheinungen wahrscheinlich auch schnell erliegen. Vom Couch Potato, das sich täglichen Sport und mehr Bewegung vornimmt, ganz zu schweigen.

Was wäre also ein realistisches Ziel? Ein kleines, das nicht so weh tut! Für den Schoggiholic könnte es heissen dass er sich nur jeden 2. Tag den Gang zum Kühlschrank erlaubt. Für den Handysüchtigen reichen vielleicht 2x täglich 30 Minuten ohne Handy und das Couch Potato möchte sich vielleicht vornehmen, am Anfang nur abends einmal um den Block zu gehen.

So lange, bis es Routine wird. Du kannst anfangen mit z.B. nur einen Monat durchzuhalten. Hast du das erfolgreich erreichst, kommt die Motivation für die nächste Phase von ganz allein.

  • Gibt’s einen Lustfaktor? Ja. Echt. Du musst Lust haben. Auf die kleinen Erfolge, wenn du deine realistischen Vorsätze erreichst. Auf das gute Gefühl, wenn du es mal wieder geschafft hast, NUR HEUTE der süssen Versuchung widerstanden zu haben. Auf die viele Zeit, die du auf einmal hast, wenn das Handy nicht mehr dauern piepst. Auf das coole Gefühl, wenn frische Luft beim Spazierengehen durch deine Lungen strömt. Dein Körper – und deine Vorstellungskraft, entweder deinen Vorsatz zu erfüllen oder täglich/wöchentlich erfüllt zu haben, muss sich gut anfühlen dabei. In Kombination mit positiven Emotionen und einem guten Körpergefühl besteht echte Erfolgswahrscheinlichkeit.
  • Und wenn es keine Emotionen gibt, du aber trotzdem einen guten Vorsatz hast, z.B. weil der Arzt dir schon lange dringend empfohlen hat, mehr Sport zu treiben?
    Dann – und ich finde das die ultimative Technik, um sich selbst zu motivieren, auch ohne den Lustfaktor – finde einen guten Freund oder Freundin. Gib dieser Person Geld. Möglichst viel, soviel, dass es dir wehtun würde, es nicht wieder zu bekommen.
    Der Deal ist: sie gibt es dir wieder, wenn du deinen Vorsatz erfüllt hast. Ansonsten behält sie es – und nein! ihr gebt es dann nicht gemeinsam aus. Es muss dann echt weg sein für dich. Diese Technik benötigt allerdings Ehrlichkeit deinerseits für Vorsätze, deren Zielerreichung ausserhalb der Kontrolle deiner Freundin liegen. Aber wenn du für diese Technik bereit bist, dann ist dein guter Vorsatz wirklich ernst gemeint.

Ich für meinen Teil gebe zu, den Vorsatz mit der Schoggikonsumreduktion versucht zu haben. Aber ich bin an Punkt 2 gescheitert….

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